Kurzfristigen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie

Die Konjunkturforschungsstelle KOF hat vier Szenarien zu den  kurzfristigen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie berechnet. Dabei hat sie folgende drei Wege definiert, auf denen die Schweizer Wirtschaft zu Schaden kommt:

Als erstes nennt die KOF internationale Entwicklungen den Rückgang der Wertschöpfung vieler Länder. Ein weiterer wichtiger Einfluss sind krankheitsbedingte Arbeitsausfälle. Hier geht die KOF von einer ständigen Ausfallrate von 1.75% aus während der Pandemie. Zudem nehmen sie an, dass pro Erkrankte Person 5 weitere in Quarantäne müssen. Der dritte und letzte Punkt sind angeordnete Betriebsschliessungen und Mobilitätseinschränkungen.

Im mildesten von vier Szenarien rechnet die KOF mit einem einmonatigen Lockdown in der Schweiz und einem Einbruch der internationalen Wirtschaftsleistung um 10 Prozent aus. Dabei berechnet die KOF einen Wertschöpfungsverlust von knapp 22 Milliarden Franken zwischen März und Juni. Im schlimmsten Fall geht die KOF von einem zwei Monate dauernden Lockdown aus. Dabei würde die internationale Wirtschaftsleistung 17% weniger betragen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 35 Milliarden Franken.

Publikation der KOF vom April 2020