Travail Suisse fürchtet um Lohnschutz aufgrund des EU-Dossiers

Um die Zusammenarbeit mit der EU weiterzubringen, wird das EU-Dossier ausgehandelt. Die Gesprächspartner sind unter anderem die Gewerkschaften und der Arbeitgeberverband. Aufgrund der Entwicklungen innerhalb der Verhandlungen fürchtet Travail Suisse nun um den Lohnschutz. Der Präsident von Travail Suisse, Adrian Wüthrich, kritisiert dabei unteranderem die EU-Spesenregelung, welche übernommen werden müsste. Sie sieht vor, dass Schweizer Unternehmen Arbeitnehmenden aus der EU lediglich die Spesen bezahlen, die auch im Heimatland bezahlt würden. Zudem äussert er, dass bei Arbeitnehmenden aus dem mittleren und unteren Einkommenssektor bereits jetzt ein Unmut gegenüber Grenzarbeitenden ausländischen Mitarbeitnehmenden besteht, welcher durch das EU-Dossier verschärft werden könnte. Er plädiert dafür, dass mit dem EU-Dossier gleichzeitig auch Verbesserungen für Schweizer Arbeitnehmer geplant werden.

Quellen
NZZ Interview vom 06.11.2023
Travail.Suisse Medienmitteilung vom 06.11.2023