Lohnerhöhungen von knapp 1 Prozent für 2026

Erhebung

Insgesamt haben sich 223 Unternehmen (Vorjahr 206) Unternehmen an dieser ersten Erhebung zur kommenden Lohnrunde beteiligt. Von diesen haben 114 (Vj. 92) Angaben zu Lohnerhöhungen gemacht. Gemäss den Angaben der Unternehmen ergeben sich Lohnerhöhungen von knapp 1 Prozent für 2026.

Der Anteil an Unternehmen mit > 200 Mitarbeitenden beträgt 66%, gut ein Viertel haben >1’000 Mit­arbeiten­de. Knapp 40% stammen aus dem Industriesektor, etwas über 60% aus dem Dienst­leis­tungs­­sektor.

Definitive Angaben wurden von 1,8% der Unternehmen eingereicht. 60% der Teilnehmenden wollen die Löhne im 1. Quartal erhöhen, 36% im 2. Quartal 2026.

Drei Balkendiagramme für Gesamt, Industrie und Dienstleistungen zeigen die Verteilung der Lohnerhöhungen Total für die Lohnrunde 2026, auf Basis der Erhebung vom August 2025. Die Lohnerhöhung 2026 beträgt zwischen 0,9 bis 1 Prozent.
Verteilung der Nennungen der Lohnerhöhungen 2026 (Quelle: Lohntendenzen Survey August 2025)

Generelle Erhöhungen

Gegenüber dem Vorjahr gibt es bei der Planung der generellen Erhöhungen deutliche Verschiebungen. 34% (Vj. 47%) planen Erhöhungen >0, 66% (Vj. 53%) planen hier eine Nullrunde.

Insgesamt, inklusive Unternehmen mit Nullrunden, betragen die generellen Erhöhungen im Mittel knapp 0,2 Prozent.

Betrachtet man nur Unternehmen mit generellen Erhöhungen >0% (N=30), dann beträgt das Mittel der Erhöhungen zwi­schen 0,6 bis 0,75 Prozent. Angaben dazu liegen vor allem von Dienst­leistungs­unternehmen vor (N=24), dort betragen die Erhöhungen um 0,5 bis 0,6 Prozent. Industrieunternehmen (N=6) haben deutlich davon ab­weichende Pläne mit Erhöhungen zwischen 1,2 bis 1,3 Prozent.

Individuelle Erhöhungen

Der grösste Teil der individuellen Erhöhungen liegt etwa zwischen 0,5 Prozent bis 1,25 Prozent. Die Schätzung der Mittelwerte ergibt insgesamt eine Bandbreite von 0,8 bis 0,9 Prozent, wobei die Industrie geringfügig höhere Angaben als der Dienstleistungssektor gemacht hat.

Total Erhöhungen

5% der Unternehmen planen Erhöhungen von >0 bis 0,25 Prozent, 63% von >0,25 bis 1 Prozent und 27 Prozent liegt darüber.

Insgesamt ergibt sich auf Basis der Angaben der teilnehmenden Unternehmen eine Lohnerhöhung für 2026 von 0,9 bis 1 Prozent, wobei kaum Unterschiede zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor bestehen.

Fazit

Die derzeit geplanten Lohnerhöhungen von knapp 1 Prozent für 2026 liegen deutlich unter denjenigen von 2024 und 2025. Die Gründe dürften einerseits in den Unsicherheiten aufgrund der Zollpolitik der USA liegen, andererseits bei den niedrigen Teuerungsprognosen für 2025 und 2026.

Aufgrund der Zollpolitik der USA sind weltweit Anpassungen und Verwerfungen bei den Lieferketten zu erwarten. Bis hier Klarheit herrscht und die Zölle administrativ nachvollzogen werden können, dürfte die eine oder andere Lieferung vorübergehend stillstehen.

Das Seco sieht im Moment sowohl für 2025 als auch für 2026 ein unterdurchschnittliches Wachstum der Schweizer Wirtschaft in 2026. Die Teuerung (LIK) wird auf 0,1% (2025) bzw. 0,5% (2026) veranschlagt.
Die pessimistische Stimmung schlägt sich auch bei unseren Fragen zur Geschäftsentwicklung für 2026 nieder. Dort sehen 19% (Vj. 26%) der Unternehmen eine Verbesserung, 61% (Vj. 58%) keine Veränderung und 20% (Vj. 16%) eine Verschlechterung.

Lohntendenzen.ch startet Anfang Oktober mit der nächsten Erhebung für die Prognose zur Lohnrunde 2026. Lassen Sie Ihr Unternehmen kostenlos daran teilnehmen und Sie erfahren aus erster Hand, welche Pläne die Unternehmen für 2026 haben. Jetzt anmelden!