Aargauer Staatspersonal drohen Lohnkürzungen in 2018

Im November wird der Grosse Rat des Kantons Aargau über das Budget für 2018 diskutieren. Dem Aargauer Staatspersonal drohen Lohnkürzungen in 2018.

Aus dem SVP-Lager wurden gar Lohnkürzungen zwischen 5 und 10 Prozent gefordert. Der Aargauische Gewerbeverband (AGV) findet 3% angebracht. Der Präsident des Verbandes befürchtet, dass sich die Staatsausgaben schneller entwickelten als die Wirtschaft, wenn sie nicht reduziert werden.

Erwartet wird im Kanton Aargau auch eine Steuererhöhung von 5% für 2019. Diese wird vom Gewerbeverband zurückgewiesen. „Bis 2021 will die Regierung die Personalkosten sogar um 7,7 Prozent erhöhen. Das ist wirtschaftsfremd. Auch angesichts vieler KMU, die kaum noch Margen erzielen, und weniger Steuern zahlen werden. Einige Firmen, unter ihnen Traditionsfirmen und jüngst Rockwell, verschwinden, oder sie müssen ihre Arbeitsplätze unter dem enormen Kostendruck auslagern.“, so der Präsident des AGV.

Obwohl die Meinung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) etwas gemässigter ist, ist man sich auch dort einig, dass generelle Lohnerhöhungen momentan abgelehnt werden sollen. Vor allem im Bereich der Staatsfinanzen solle man – wie es die Verfassung vorsieht – für Ausgeglichenheit sorgen. Nur so könne man auch künftig steigende Steuern vermeiden, welche zentral sind für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Die Gewerkschaften haben – wie erwartet – eine andere Meinung im Bezug auf diese Thematik. So sei für den Aargauischen Gewerkschaftsbund (AGB) die vor kurzem beantragte Lohnerhöhung um ein Prozent das Mindeste. Der Gewerkschaftsbund würde sich kämpferisch zeigen, sollten die Anstellungsbedingungen für das Staatspersonal noch schlechter werden.

 

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Artikel in der AZ vom 27.09.2017